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Maria EGGERT kommt von Ostpreußen ins Sauerland

Manfred KAISER, 27.01.2026


Maria EGGERT war meine Großmutter. Sie wurde am 05.07.1895 als Tochter von Julius EGGERT und Mathilde STEINKE in Lauterwalde geboren. Der standesamtliche Eintrag ist noch in den Archiven von Olsztyn erhalten.[1] Lauterwalde ist ein Ort im ehemaligen Ostpreußen, und war ein Ortsteil von Wolfsdorf. (heute der Ortsteil Samborek in Wilczkowo, Powiat Lidzbarski, województwo warmińsko-mazurskie, Polen). Der Ort hat heute, wie wahrscheinlich auch damals nur wenige Häuser. Das im folgenden Bild zu sehende Heiligenhäuschen wird es aber schon zur Zeit von Maria gegeben haben.


Ortsschild von Samborek, früher Lauerwalde
Impression aus Samborek, Straße mit Heiligenhäuschen und Storchennest
Bild 1: Irgendwo in Samborek, 2016

Um 1900 war Maria ist mit ihren Eltern von Ostpreußen nach Gelsenkirchen gekommen. Vom Ruhrgebiet wurden durch die Industrialisierung Arbeiter angeworben, so auch Julius und Mathilde. Julius hat in Gelsenkirchen als Bergmann gearbeitet. Mathilde war im Haushalt der Familie Küppersbusch angestellt, einem Hersteller von Herden. Die Familie wohnte in Schalke in der Herdstraße, benannt nach der Herdfabrik Küppersbusch.


Maria ist über Kontakte nach Endorf gekommen und hat dort auf einem Hof gearbeitet. Es war ein Lebensweg von dem dünn besiedelten, flachen Ostpreußen, in das übervölkerte und von Luftverschmutzung der Industrie geprägte Gelsenkirchen der 1910er Jahre und anschließend in das gebirgige, waldreiche Sauerland. Sie lernte ihren Mann kennen und heiratete mit 23 Jahren den 39-jährigen Franz SCHÜLTKE. Das Paar bekam zwischen 1920 und 1930 insgesamt 9 Kinder.


Das Haus der Familie Schültke mit einer Heiligenfigur über der Haustür. vor dem Haus steht die Familie. Im Vordergrund ist ein Misthaufen zu sehen.
Vergrößerung der Personen aus dem vorherigen Bild.
Bild 2 und 3: Familie SCHÜLTKE vor ihrem Haus in Endorf, 1926

 

Das Bild zeigt die Familie SCHÜLTKE vor ihrem Haus in Endorf. Im Hintergrund Franz und Maria (schwanger mit dem 6. Kind); im Vordergrund eine nicht bekannte Kinderfrau und die Kinder Josefine, Maria, Ferdinande, Franz und Theresia.


Das Haus der Familie SCHÜLTKE war schon vor 1700 als Hofstätte nachgewiesen.[2]

 

QUELLEN:

[1]

Olsztynie, Archiwum Państwowe w. 2021. Zespół 686 Standesamt zu Wolfsdorf. [Online] 2021. [Zitat vom: 01. 03 2021.] http://olsztyn.ap.gov.pl/baza/wynik.php.

[2]

Rörig, Maria: Endorf - Geschichte einer Landgemeinde im Sauerland. Sundern, Stadt Sundern, 1981, S. 75.

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Rev 0 vom 07.02.2026


 


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